Shiva

 
SHIVA 

Lord Shiva 

„Auch für uns Europäer ist der zottelhaarige Gott mit dem Dreizack nicht bloß ein historisches, religionswissenschaftliches Kuriosum. Schon wandert er unerkannt durch die Gassen und Hirne der Wohlstandsgemeinschaft. Erhascht man seine Erscheinung, beginnen verborgene Saiten tief in der Seele zu vibrieren. Er beunruhigt, er fasziniert. Chaos, Wandel, Zerstörung sehen die Einen, Erlösung, Ekstase die anderen. Der aufklärerische Rationalismus zerbricht an ihm. Unsere ausgeklügelten Ordnungssysteme haben nicht mehr Bestand als Sandburgen am Meer. Weltkriege, Wirtschaftskrisen, Umwelt-katastrophen, Terroranschläge folgen aufeinander. Die Mauern unseres Weltbildes zeigen Risse. Der wilde Gott winkt hindurch und läßt uns Dimensionen schauen, die uns schwindlig machen, uns den Atem rauben, unsere Vorstellungswelten zum Wanken bringen.“*) 

Nataraj 

„Als „Nataraja“, „König der Tänzer“ tanzt Shiva in den Megastädten den Geistertanz der Endzeit. Er tanzt einen elektrifizierten, archaischen Trance-Beat als Raver, als Techno-Kid, als Neo-Schamane. Er tanzt die Brutalität des Alltags weg, tanzt sich in die Ekstase … 

Hunderttausenden von den ganz jungen, die in unserer heillosen Zeit Heil suchen, erscheint Shiva ganz persönlich in der anmutigen, jugendlichen Gestalt des Babaji. Er erscheint als einer von ihnen, als Kumpel, als bester Freund. In der Person des Haidakhan Wale Baba verkörpert lebte Babaji, „der Herr der Wahrheit, Weisheit und Wonne“ (Satchitanand) von 1970 bis er im Jahre 1984 „nach Erfüllung seiner Aufgabe“, freiwillig seine leibliche Hülle verließ. Für die, die ihn erlebt haben, ist er ein Maha-Avatar und eine Verkörperung Shivas.” 

*)aus: Wolf-Dieter Storl: „Shiva. Der wilde, gütige Gott“, Koha Verlag 

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